Weihnachtsbäume nachhaltig angebaut
Wie wir unsere Baume pflegen. Lebensräume erhalten und natürliche Kreisläufe fördern
Bodenpflege
In den ersten zwei Jahren nach der Pflanzung wird die Oberfläche gestriegelt oder gehackt. Das lockert den Boden und hilft, Wasser zu sparen, indem es weniger nutzlos verdunstet. Beikraut wird von uns manuell entfernt und bei Bedarf kommt einmal im Jahr ein Bodenherbizid zum Einsatz. Dies dient dazu, Vegetation zu regulieren, die mit den Jungbäumen um Wasser, Nährstoffe und Licht konkurrieren würde. So wird sichergestellt, dass die Bäume in der Etablierungsphase optimal mit Ressourcen versorgt sind und sich gleichmäßig entwickeln können. Wir setzen die Mittel sparsam und nur dort ein, wo es agronomisch notwendig ist.
Die Bäume werden mit Dünger versorgt. Das ist notwendig, weil die Bäume über die sieben bis zehn Jahre Wachstumszeit viele Nährstoffe aus dem Boden ziehen. Der Dünger sorgt dafür, dass die Bäume gesund und kräftig wachsen können und die Flächen nicht auslaugen. Wir dosieren den Dünger bedarfsgerecht, damit die Bäume optimal versorgt sind.
Unsere Weihnachtsbäume müssen nicht künstlich bewässert werden, da unsere Bäume – vor allem die Nordmanntanne mit ihren Wurzeln, auch aus der Tiefe Wasser erschließt. Die Wurzeln können fast so lang werden wie die Bäume selbst. Die Bäume schützen den Boden vor Sonneneinstrahlung und halten den Boden mit ihren Wurzeln fest.
Lebensraum für Tiere
Unsere Weihnachtsbaumfläche ist nicht nur ein Ort, an dem Bäume wachsen – sie bietet auch Tieren einen Lebensraum. Da die Bäume über sieben Jahre auf derselben Fläche stehen, entwickelt sich über die Zeit eine vielfältige Struktur und so bleibt die Fläche über viele Jahre begrünt.
Das bietet vielen Tieren einen Lebensraum. Hasen, Vögeln wie Amseln, Rotkehlchen, Meisen und Spechte finden auf unserer Fläche Nahrung, Unterschlupf und Brutplätze. Die Bäume bieten außerdem mit ihren Ästen und der dichten Benadelung Schutz vor Wind und Wetter.
Was passiert nach der Ernte?
Uns ist es wichtig, dass wir uns nicht nur während des Anbaus der Bäume verantwortungsbewusst gegenüber der Umwelt zeigen, sondern auch nach der Weihnachtszeit. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass die Weihnachtsbäume nach der Saison im biologischen Kreislauf bleiben. Deshalb gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie wir mit den Bäumen nach der Ernte umgehen.
Verwertung auf der Fläche
Bäume, die den Weg nicht in die Stube finden, werden für Tannengrün genutzt – das können sie bei uns separat erwerben. Die restlichen Bäume verbleiben auf der Fläche: Sie werden gefräst und zersetzen sich dort, bilden Humus und kehren in die Natur zurück. So wird das Land auf natürliche Weise mit Nährstoffen versorgt.
So können Sie mithelfen
Auch Sie können dazu beitragen, dass Ihr alter Weihnachtsbaum sinnvoll verwertet wird. In Wetter und Umgebung dienen zum Beispiel Schulhöfe als Sammelstellen. Dort können Sie Ihren Weihnachtsbaum abgeben. Die AHE in Witten holt die Bäume anschließend ab, kompostiert sie und wandelt sie in Biomasse um.